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Glaubenssätze auflösen? Nee. Transformieren!

Immer wieder stoße ich im Internet über die Formulierung "Glaubenssätze auflösen". Ich möchte dich ja nicht frustrieren - aber ich bin der festen Überzeugung, dass man Glaubenssätze nicht auflösen kann. Und: das ist gut so!



Glaubenssätze sind ein Teil deiner Persönlichkeit


Das mag dich jetzt vielleicht überraschen, aber es ist so: Glaubenssätze sind ein Teil deiner Persönlichkeit. Und es hat einen guten Grund, warum du sie in dieser Form entwickelt hast. Die meisten Glaubenssätze entstehen in der Kindheit, das bedeutet, sie begleiten dich schon sehr lange. Sie haben also mit dazu beigetragen, dich zu dem Menschen zu machen, der du heute bist - und dieser Mensch ist so, wie du bist, vollkommen in Ordnung.


Also gar nicht an den Glaubenssätzen arbeiten? Nein, das auch nicht.


Jeder Glaubenssatz hat positive und negative Seiten. Also haben auch die "negativen Glaubenssätze", an die wir denken, wenn es um "auflösen" geht, positive Aspekte. In vielen Glaubenssätzen steckt sehr viel Antrieb drin, Energie und auch Stärke. Und ganz wichtig - auch ein guter Anteil an Schutz. Wenn du deine Glaubenssätze auflösen würdest, würdest du damit also unweigerlich auch diese Vorteile verlieren.


Glaubenssätze transformieren


Deswegen spreche ich nicht von Glaubenssätzen auflösen, sondern von "transformieren" oder "bearbeiten". Dabei werden die negativen Auswirkungen sehr stark abgeschwächt, all das Gute bleibt dir aber erhalten. Du verlierst kein bisschen deiner Stärke und deiner Kraft.


Ich mache es mal an einem Beispiel deutlich, und zwar an dem Glaubenssatz


"Ich muss alles unter Kontrolle haben".


Menschen mit diesem Glaubenssatz profitieren in vielen Lebensbereichen stark von den Vorteilen. Sie machen gute Abschlüsse und sind beruflich oft erfolgreich. Um Prüfungen "unter Kontrolle zu haben" lernen sie viel und um sich für die Kundenpräsentation am nächsten Tag sicher zu fühlen, hängen sie lieber noch mal zwei Überstunden dran. Sie haben auch ihre Finanzen im Griff und rutschen in der Regel auch nicht in eine problematische Sucht ab. Das alles würde ihrem tief sitzenden Bedürfnis nach Kontrolle widersprechen.


Wenn bei der Arbeit mit Glaubenssätzen der Schalter einfach um 180 Grad umgelegt würde, sich der Glaubenssatz wirklich auflösen ließe - würde das ganz schön ins Auge gehen. Wer will denn schon die Kontrolle über wichtige Bereiche seines Lebens verlieren? Nein, das will keiner.


eine neue innere Haltung


Aber der Glaubenssatz kostet auch viel Zeit und ist oft sehr anstrengend - übrigens nicht nur für den, der den Glaubenssatz in sich trägt, sondern oft auch für sein oder ihr Umfeld. Daher transformieren wir ihn in eine innere Haltung der Art "In dem Wissen, dass ich alles im Griff habe, wenn es drauf ankommt, genieße ich es, öfter mal loszulassen und Fünfe grade sein zu lassen." Wir weichen den Glaubenssatz "Ich muss alles unter Kontrolle haben" also auf - weg von MUSS und ALLES. Das bringt ganz viel Leichtigkeit, innere Ruhe und Entspannung ins System.





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