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3 Schritte, mit denen du leichter klare Grenzen setzt

Wir alle müssen immer wieder Grenzen setzen. Uns selbst, unseren Kindern oder dem Chef gegenüber, bei vielen Themen und Menschen im beruflichen und privaten Umfeld. Je nach Thema und Situation fällt das mal sehr leicht - oder eben so richtig schwer.


junge Frau hebt abwehrend die Hände und lacht dabei

Du schaffst es viel leichter, Grenzen zu setzen, wenn du dir bewusst bist, dass zum Grenzen setzen immer 3 Schritte gehören. Nämlich:


  1. Grenzen bewusst wahrnehmen

  2. Grenzen klar kommunizieren

  3. Grenzen verteidigen


Klingt einfach? Ist es eigentlich auch, wenn du es Schritt für Schritt angehst. Lass uns jeden der 3 Schritte mal etwas genauer anschauen.



Grenzen bewusst wahrnehmen

Im Alltag setzen wir ständig Grenzen, aber nicht immer passen sie wirklich zu unseren aktuellen Bedürfnissen. Daher ist es wichtig, dass du immer mal wieder in dich reinhorchst, wie du dich gerade fühlst in Bezug auf ein Thema, eine Situation oder auch einen Menschen.


Das kannst du tun, indem du ganz bewusst auf deine Gefühle achtest - sind die wirklich ruhig, positiv und klar? Oder schwingen eher negative Gefühle mit? Achte auch auf deine Gedanken oder ob du im Körper etwas fühlst, das auf eine negative Wahrnehmung der Situation hindeuten könnte. Leicht schwitzige Hände, einen Kloß im Hals oder einen Druck auf der Brust... das sind wertvolle Signale, dass es für dich gerade nicht passt.


Immer wieder finde ich es spannend, mich selbst und mein Handeln zu hinterfragen mit WILL ich das? Will ich DAS? Und vor allem: Will ICH das?

Junge frau fragt sich, ob sie das wirklich will.

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Grenzen können sich ja auch verändern.


Vielleicht war es jahrelang okay, dass du für den Chef auch am Wochenende erreichbar warst oder für jedes Schulfest einen Kuchen gebacken hast. Aber jetzt hast du so viele anderen Interessen oder Belastungen in deinem Leben, dass es einfach nicht mehr passt.


Oder du hast die übergriffige Einmischung deiner Mutter jahrelang hingenommen und dir gedacht "Sie meint es ja nur gut.", findest es aber zunehmend anstrengend und störend.


Oder du bist ein echt hilfsbereiter Mensch und möchtest das auch bleiben. Bei einem Bekannten stellst du aber fest, dass er immer nur dankend deine Hilfe annimmt, aber sich nie revanchiert. Wenn du dich dadurch etwas ausgenutzt fühlst, möchtest du vielleicht nur für ihn die Grenzen etwas anders setzen.


Sobald du für dich wahrgenommen hast, dass etwas oder jemand für dich nicht (mehr) passt, solltest du versuchen, es zu ändern. In den meisten Fällen kommst du um den zweiten Schritt dann nicht herum.



Grenzen klar kommunizieren

Ja, ja, die liebe Kommunikation. So wichtig, aber nicht immer ganz einfach.


Bei diesem Schritt könntest du auf zwei Hindernisse stoßen: vielleicht fehlt dir der Mut, etwas anzusprechen oder du weißt einfach nicht, wie du es ansprechen sollst.


Wenn dir der Mut fehlt, hier mein Tipp für dich:

  • Bereite die Kommunikation gut vor.

Wenn du unsicher bist, wie du es ansprechen sollst, hier mein Tipp für dich:

  • Bereite die Kommunikation gut vor.


Super, nur ein Tipp für zwei Probleme. Aber es hilft dir bei beiden weiter. Eine gute Vorbereitung gibt dir mehr Klarheit und Sicherheit.


In der Vorbereitung der Kommunikation helfen dir die wunderbaren W-Fragen:

  1. Warum? Überlege dir, warum es dir wichtig ist, das Thema anzusprechen. Etwas verletzt dich, es geht über deine Kraft. Damit stärkst du zum einen deine Klarheit, deine Motivation und deinen Mut, das Thema anzusprechen. Du erleichterst es dem anderen aber auch, deine Gründe nachzuvollziehen und damit die von dir formulierte Grenze leichter zu respektieren.

  2. Wie? Wie möchtest oder solltest du kommunizieren? Je nach Thema passt eine kurze klare Whatsapp-Nachricht. Meistens ist ein Gespräch unter vier Augen der passende Weg. Manchmal ist aber auch ein Brief oder eine längere Mail das richtige Format. Mein Geheim-Tipp: bei besonders schwierigen Gesprächen kombiniere ich gerne das persönliche Gespräch mit einem Brief. Ich schreibe erst mal einen Brief, der mir hilft, trotz aller Emotionen klar und strukturiert zu bleiben. Dann suche ich das Gespräche und habe den Brief dabei, den ich auch zu Beginn übergebe. Mit ungefähr den Worten "Es ist für mich sehr wichtig, dass du das, was ich fühle und denke auch nachvollziehen kannst. Da ich nicht weiß, wie dieses Gespräch verläuft und ob ich immer die richtigen Worte finde, habe ich dir alles schon mal aufgeschrieben. Du kannst entscheiden, ob du den Brief später lesen möchtest oder nicht. Ich möchte mich aber auch nicht vor einem offenen Austausch drücken, deswegen habe ich den Brief nicht einfach geschickt, sondern um dieses Gespräch gebeten."

  3. Wann? Eigentlich ist es klar, dass du wichtige Gespräche nicht zwischen Tür und Angel führen solltest. Oder in einem aktiven Streit. Und auch nicht vor Publikum. Daher überlege dir, was ein passender Zeitpunkt sein könnte. Ein Tag, an dem ihr beide ausreichend Ruhe dafür habt. Oft ist es gut, wenn ihr beide nicht direkt danach in den Alltag zurück müsst und sich das angesprochene etwas setzen kann. Abends oder am Wochenende vielleicht. Und natürlich gibt es Zeitpunkte, die oft einfach unschön sind. Kurz vor Weihnachten oder einen Tag vor der Abitur-Prüfung... einfach ein bisschen überlegen, ob es passt. .... was keine Ausrede sein soll, es ewig auf die lange Bank zu schieben!

  4. Wo? Ein wichtiges Gespräch sollte natürlich in ausreichend Ruhe geführt werden. Das kann zuhause in den eigenen vier Wänden sein. Manchmal ist ein neutraler, öffentlicher Ort aber auch passender. Ein Café oder bei einem Spaziergang.


Hilfreich ist es auch, wenn du dir einmal überlegst, wie dein Gesprächspartner vermutlich reagieren wird. Und, wie du wiederum damit umgehen möchtest.


Wie fühlt es sich an, wenn du das liest? So strukturiert vorbereitet ist der Gedanke an das Gespräch doch wirklich schon etwas leichter, oder? Wenn du immer noch großen Hemmungen hast, such dir Unterstützung. Teile deine Gedanken und Befürchtungen mit einer guten Freundin oder auch einem Coach.

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Grenzen verteidigen

Hast du dir schon einmal ein Herz gefasst, hast ein schwieriges Thema angesprochen und deine Bedürfnisse freundlich aber klar formuliert - und es ändert sich: NICHTS!


Herzlich willkommen im dritten Schritt! Jetzt gilt es, die gesetzten Grenzen auch zu verteidigen.


Es ist verständlich, dass nach so einem mutigen Schritt und der dann folgenden Enttäuschung der Gedanke hochkommt "Da kann man nichts machen, mehr als Ansprechen kann ich es ja auch nicht!"


Doch, kannst du!!! Es nochmal ansprechen!


Wenn du die Kommunikation gut vorbereitet und im richtigen Rahmen platziert hast, sollte der Inhalt nicht missverständlich gewesen sein. Trotzdem ist es für den Anderen nicht immer leicht, nachzuempfinden, wie wichtig dir das Thema wirklich ist. Oder er oder sie kann die laufenden Muster auch nicht einfach durchbrechen. Dann gib nicht auf, sondern bleibe dran.


"Du, wir hatten da schon einmal drüber gesprochen, und ich habe das wirklich ernst gemeint. Ich möchte nicht, dass du in diesem Ton mit mir sprichst. Daher beenden wir das Gespräch jetzt und reden weiter, wenn du es schaffst, einen normalen, respektvollen Ton zu behalten."


Klingt echt hart. Ist es aber nur, wenn so eine Ansage ohne ein vorbereitendes Gespräch kommt. Wenn du das Thema vorher einmal ruhig und klar kommuniziert hast, ist es nicht hart, dann ist es konsequent.

Schriftzug "Glaub mir, du kriegst das hin!"



Hemmungen und Blockaden beim Setzen von Grenzen

Eigentlich könnte ich noch einen vierten Schritt beim Thema Grenzen setzen, nämlich das Thema Hemmungen und Blockaden erkennen und aus dem Weg räumen. Da der aber bei sehr vielen Themen mitschwingt, nenne ich ihn nur als "Anhang".


Warum fällt es dir schwer, die Grenze zu setzen? Weil du niemanden verletzen möchtest? Weil du nicht unangenehm auffallen möchtest? Weil du denkst, du schaffst es ja doch nicht?


.... es gibt unglaublich viele Gefühle und Gedanken, die dir da im Weg stehen können. Hier sind wir im Bereich der Glaubenssätze. Je nachdem wie wichtig dir ein Thema ist, wenn dir etwas besonders schwer fällt oder wenn du sogar wiederkehrende Muster erkennst, kann es auf jeden Fall lohnen, dass du mal hinzuschaust. Das macht dein Leben so viel leichter!


Wenn du selbst an deinen Glaubenssätze arbeiten möchtest, könnte mein Gruppencoaching PIT Companions für dich passen.



Oder du möchtest erst mal ein unverbindliches und kostenfreies Kennlern-Gespräch führen, ob deine Themen in ein Coaching passen und ob die Teilnahme an den PIT Companions der passende Weg für dich ist.

Dann reservier dir gleich einen Termin in meinem Online-Kalender:


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Alles Liebe, deine

Schriftzug in Schreibschrift. "Mareike" als Unterschrift.

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